TERRARIUM

 

Da ich erstens gerne helfe und zweitens vor allem dann, wenn es um handwerkliche Aufgaben geht, habe ich natürlich nicht lange überlegt, als mir Herr Max von seiner Idee, ein neues Zuhause für Franz (sein Chamäleon) zu bauen, erzählte. Das Grundproblem bestand darin, dass das neue Terrarium durch Max' anstehenden Umzug transportabel, also leicht auf- und abzubauen, sein sollte. Es wurde viel überlegt, geplant, gezeichnet und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon mitten drin: Im bis dato größten Mammut-Projekt unseres Lebens.

 

Zunächst ging es mit einer langen Liste in den Baumarkt, um das benötigte Material zu beschaffen und es dann mit einem riesigen Ford Ka in Max Wohnung die Werkstatt zu schaffen.

 

 

Wegen der angestrebten Transportabilität entschieden wir uns für den Aufbau einer Art Grundgerüst mit Balken (Material: Fichte/Tanne), an welches dann alle Außen-/Innen-/Zwischenwände (Material: MDF) angebracht werden sollten.

 

 

Im oberen Bereich wurde eine Art Lichtkasten integriert, in dem sich nun die ganze Technik für die Beleuchtung des Terrariums befindet. Und auch an der linken Seite wurde ein Schrank eingebaut, um Wassertank, Beregnungsanlage, Zeitschaltuhren und Stromversorgung unterzubringen. Dieser Technikbereich ist nach innen gerichtet, so dass im Terrarium selbst ein Zwischenboden entsteht.

 

 

Damit Mensch Tier auch sehen, sich Tier vor Mensch aber auch verstecken kann, hat Max in die Seitenteile und die Tür organisch anmutende Sichtfenster gesägt. Sowohl diese "Löcher"  als auch alle Kanten des gesamten Terrariums wurden anschließend mit Feile und Schleifpapier rund geschliffen.

 

 

Um den Innenraum des Terrariums für Franz lebensechter zu gestalten, wurden die Innenwände und der Zwischenboden mit Montageschaum und Farbe bearbeitet, so dass eine organische, naturelle Struktur entstanden ist. Im Zuge dessen wurden auch die Außenwände in hellen Farbtönen bemalt und lackiert.

 

 

Anschließend hat sich Max darum gekümmert, dass die Lichtanlage nicht nur funktioniert, sondern auch im oberen Kasten des Terrariums angemessen befestigt werden kann.

 

 

So weit so gut. Nachdem unglaublich viel gesägt, geschliffen, geraspelt, gemalt und geschraubt  wurde, konnte sich das gute Stück zusammengebaut schon mal sehen lassen. Zu guter Letzt wurden noch Industrierollen angebracht: Wenn transportabel, dann richtig.

 

 

Gesamtgröße Terrarium (H/B/T): 180 cm x 120 cm x 60 cm
Gesamtgröße Innenraum (H/B/T): 120 cm x 120 cm x 60 cm

(plus den entstandenen Extraplatz am linken Fenster, über dem Technikschrank)

 

Es fehlte nun lediglich die Bepflanzung. Hierfür wurde ein handelsüblicher Abfluss in eine handelsübliche Wanne gebaut, und mit feinster Erde und ausgewählten Pflanzen bestückt.

 

 

Damit das neue Terrarium auch an seinen Bestimmungsort transportiert werden konnte, musste es nun wieder komplett auseinandergebaut werden.

 

 

Am Ziel angekommen wurde wieder alles zusammengebaut und verschraubt... Dank der geschaffenen und beschrifteten Einzelteile ging sowohl der Transport, als auch der Wiederaufbau reibungslos vonstatten. Der Plan ist aufgegangen.

 

 

 

Franz bekam den Wohnungsschlüssel und fühlt sich nun sehr wohl in seinen neuen vier Wänden.

 

 

Ein ausführlicher Bericht befindet sich hier.

 

 

 

2010 | Max Jens, Katharina Schmidt